Am kommenden Mittwoch, den 08. April um 19:30 Uhr, wird in der WDR Lokalzeit Dortmund ein Fernsehbeitrag ausgestrahlt, der ein Thema in den Fokus rückt, das Leben retten kann: die Schülerausbildung in der Wiederbelebung.
Begleitet wurde eine Unterrichtseinheit für die Jahrgangsstufe EF, bei der rund 60 Schüler in den Grundlagen der Wiederbelebung ausgebildet wurden. Organisiert und durchgeführt wurde das Training unter anderem von Frau Walter sowie einem engagierten Team aus Schulsanitätern.
Im Mittelpunkt der Schulung stand das einfache, aber entscheidende Handlungskonzept Kids Save lives:
Prüfen – Rufen – Drücken.
Gerade bei einem plötzlichen Herz-Kreislaufstillstand zählt jede Minute. Bis der Rettungsdienst eintrifft, können Ersthelfer durch konsequente Herzdruckmassage die Überlebenschancen der Betroffenen deutlich erhöhen.
Zahlen, die zum Handeln verpflichten
Jährlich erleiden in Deutschland etliche Menschen einen Herzstillstand außerhalb eines Krankenhauses. Trotz intensiver Aufklärung liegt die sogenannte Laienreanimationsquote aktuell nur bei etwa 50 %.
Das bedeutet im Umkehrschluss: In jedem zweiten Fall wird nicht geholfen – oft aus Unsicherheit oder Angst, etwas falsch zu machen.
Ausbildung rettet Leben / Runderlass in NRW
Genau hier setzt der vom NRW Ministerpräsident Wüst unterschriebene Runderlass vom Dezmeber 2025 an.
Hier steht:
1.2 Die Ausbildung wird für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 landesweit verpflichtend.
1.3 Die Ausbildung „Prüfen, Rufen, Drücken“ umfasst eine Doppelstunde mit den Elementen:
– Grundverständnis von Kreislauf und Kreislaufstillstand,
– Erkennen des Kreislaufstillstandes,
– Aktivieren von Hilfe,
– Strukturierte Alarmierung des Rettungsdienstes, und
– Verständnis und effektive Durchführung der Herzdruckmassage.
Information, Demonstration und praktische Übungen ergänzen sich wechselseitig.Wenn bereits junge Menschen lernen, wie sie im Notfall reagieren müssen, wird die Hemmschwelle gesenkt – und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass im Ernstfall eingegriffen wird. Jede einzelne geschulte Person kann im entscheidenden Moment den Unterschied machen.
Einschalten lohnt sich
Der Beitrag im WDR zeigt eindrucksvoll, wie wichtig und gleichzeitig einfach Laienreanimation sein kann. Im Anschluss an den Beitrag habe ich die Möglichkeit, als Studiogast die aktuelle Situation der Laienreanimation einzuordnen, über bestehende Herausforderungen zu sprechen und aufzuzeigen, welche Maßnahmen notwendig sind, um noch mehr Menschen für das Thema zu sensibilisieren und zu gewinnen.
📺 Sendetermin: Mittwoch, 08. April
🕢 Uhrzeit: 19:30 Uhr
📍 Sendung: WDR Lokalzeit Dortmund
Mein Fazit:
Solche Initiativen sind ein entscheidender Baustein, um die Zahl der Ersthelfer in Deutschland nachhaltig zu erhöhen.
Denn am Ende gilt:
Jeder kann Leben retten. Man muss es nur tun.

